Kontakt

Unsere Partner in Bangladesch

Shanti arbeitet in Bangladesch mit den zwei Partnerorganisationen – Dipshika und Aloha Social Services Bangladesh (ASSB) – zusammen. Die Projektgebiete beider Organisationen  liegen im Nordwesten von Bangladesch. 

Dipshikha

Logo_Dip

Dipshikha setzt sich als nichtstaatliche Entwicklungshilfsorganisation für die ländliche Bevölkerung in Bangladesch ein. Sie arbeitet an einer nachhaltigen Entwicklung, welche die Bedürfnisse des einzelnen Menschen und der Familie in den Mittelpunkt stellt.
Dipshikha fördert die Familien durch einkommensschaffende
Maßnahmen, Kleinkredite, Trainings, Frauenförderung, Programmen zur
Gesundheit, Bildung und durch Intensivierung und Diversifizierung der Landwirtschaft.
Die Organisation unterhält das Schul- und Ausbildungsprojekt METI
(Modern Education and Training Institute) und das DESI-Projekt zur
Elektrikerausbildung. Dipshikha heißt übersetzt „Lichtfunke“
und entstand 1979 aus einer Jugendbewegung heraus.

"Uns motiviert das jahrelange ehrenamtliche Engagement der Shantimitglieder und die Professionalität in der Arbeit. Auf der anderen Seite lernen die beiden Organisationen von einander durch einen offenen und transparenten Austausch, durch den die beiden Organisationen sich eng verbunden sind.

Wir betrachten die Partnerschaft zwischen Dipshikha und Shanti als zwei Säulen, die jeweils in Deutschland und Bangladesch verortet sind. Zwischen den beiden Säulen sind Seile gespannt, an denen sowohl Glück als auch Trauer ausgetauscht werden. Fast wie eine Familie, in der sich das bedingungslose Vertrauen geschenkt wird.
Wir sind gemeinsam als Organisationen mit Höhen und Tiefen über 30 Jahre lang gewachsen mit dem gemeinsamen Ziel, die Situation der Ärmsten der Armen in Bangladesch zu verbessern."

— Führungsteam Dipshikha

Team_dip
Das Führungsteam von Dipshikha: Anthony Reberio, Jahidul Islam und Swapan Saha (von links nach rechts).

Projektgebiete und -zentren

Dipshikha arbeitet im Norden von Bangladesch in den Regionen Dinajpur, Tarash und Rasjshahi.

Projektgebiete DIP

ASSB—Aloha Social Services Bangladesh

Logo_Aloha

ASSB entstand 1998 durch den Kontakt zu einer Ärztegruppe aus Hawaii und heißt deshalb „ALOHA Social Services Bangladesh“. Die Nicht-Regierungsorganisation hat ihren Schwerpunkt in der Hilfe für Frauen und Mädchen. Neben Aufklärung und Rechtsberatung für Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt sind, initiiert sie Selbsthilfegruppen und hilft deren Mitgliedern, sich eine eigene Existenz aufzubauen. Außerdem unterhält ASSB Gesundheitsstationen, Grundschulen und ein Programm zur Verbesserung der Wohnsituation von Slumbewohnern in der Stadt Dinajpur. ASSB arbeitet seit einigen Jahren ebenfalls erfolgreich mit dem Familienansatz von Dipshikha.

Shanti hat neben der direkten finanziellen Unterstützung auch für den Aufbau eines neuen, langfristigen Unterstützerkreises gesorgt, um unserer Arbeit nachhaltig zu sichern. Unsere Zusammenarbeit steht nicht nur für die enge Beziehung zwischen zwei Organisationen, sondern gleicht zwei Familien aus zwei Ländern, die eng verbunden sind. Shanti wird uns immer ein starker Partner und Freund sein!

–Minara Begum,
Direktorin von Aloha Social Services Bangladesh 

Minara
Die Direktorin von Aloha Social Services Bangladesh Minara Begum.

Projektgebiete und -zentren

ASSB arbeitet im Norden von Bangladesch in den Regionen Dinajpur, Naogaon und Shapahar.

Projektgebiete_As

Aus dem Alltag eines „field workers“ bei Dipshikha

Ansarul Islam

In den integrierten Dorfentwicklungsprojekten unserer Partner Dipshikha und Aloha Social Services Bangladesh (ASSB) spielen „field worker“, sozusagen Sozialarbeiter*innen im Außendienst, eine sehr wichtige Rolle. Sie stehen in direktem Kontakt mit der Dorfbevölkerung und beraten die Menschen in vielen verschiedenen Fragen. Bei Dipshikha wird jede Familie von zwei Mitarbeiter*innen betreut. Ein männlicher „field worker“ ist zuständig für den Bereich Landwirtschaft und Einkommen schaffende Maßnahmen und ein weiblicher „field worker“ ist zuständig für den Bereich Frauenrechte und Gesundheit. Jede*r betreut ca. 200 Familien und besucht jede Familie 1–2 Mal im Monat, bei Problemen auch öfter.

Ansarul Islam arbeitet seit 1996 bei Dipshikha in verschiedenen Projektregionen im Bereich Landwirtschaft und Einkommen
schaffende Maßnahmen. Er hat uns einen Einblick in seine
Arbeit gegeben und berichtet, was er an zwei normalen Arbeitstagen im Januar alles gemacht hat:

8:00 

Heute morgen verlasse ich um acht Uhr das Büro in Nimgachi und fahre mit dem Motorroller in das Dorf Sotorapara, dafür benötige ich ca. 35 Minuten. Dort besuche ich zuerst die Familie von Noni Gopal. Sie haben von Dipshikha einen Kredit für die Fischzucht aufgenommen und ich spreche mit ihnen darüber, wie das Geschäft momentan läuft. Heute zahlt Noni Gopal die vereinbarte monatliche Rate von 2000 Taka zurück. Anschließend besuche ich noch eine weitere Familie, die sich mit Hilfe eines Kredits von Dipshikha eine Kuh gekauft hat. Ich schaue mir die Kuh an und kontrolliere das Wachstum. Anschließend gebe ich der Familie einige Ratschläge, wie sie das Wachsen ihrer Kuh beschleunigen und Krankheiten verhindern können. Danach besuche ich die Familie von Nitai. Er und seine Frau haben sich entschlossen, eine Entenfarm aufzubauen und haben zu diesem Zweck einen Kredit von Dipshikha bekommen. Momentan haben sie 103 Enten, die bereits Eier legen. Ich untersuche die Tiere und verschreibe Vitamine, die verhindern sollen, dass sie krank werden. Heute besprechen wir, wie die Familie den Kredit an Dipshikha zurückzahlen will und wir stellen gemeinsam einen Plan auf. Im gleichen Dorf besuche ich noch drei weitere Familien, die mit Unterstützung von Dipshikha Saatgut für den Winter-Reisanbau gekauft haben. Die Reisfelder wurden vor kurzem bepflanzt.

11:00

Ich fahre in ein weiteres Dorf namens Narateghori. Dipshikha arbeitet erst seit 2010 in diesem Dorf. Hier besuche ich zuerst die Familie Montu. Wir besprechen die verschiedenen Möglichkeiten, die die Familie hat, um ihre Situation zu verbessern und ich trage die Ideen in die Familienkarte ein. Danach nehme ich an einer Diskussionsveranstaltung von Dipshikha zum Thema „Umgang mit Ersparnissen“ teil, die heute in diesem Ort stattfindet. Es nehmen 19 Dorfbewohner, die vor kurzem begonnen haben, mit Dipshikha zu arbeiten, daran teil und außer mir sind noch andere Diphiskha-Mitarbeiter anwesend. Dieses Treffen dauert bis um 13.30. Danach fahre ich nach Hause, um zu Mittag zu essen.

14:45

Später besuche ich dann die Familie von Abdul Mozid im Dorf Nimgachi. Er hat einen Kredit für den Kauf einer Milchkuh aufgenommen und möchte heute 9.200 Taka zurückzahlen. Eine halbe Stunde später komme ich zurück ins Büro, wo ich zuerst die heute eingegangenen Rückzahlungen in das Kassenbuch eintrage. Danach gebe ich das Geld in der Buchhaltung ab und den Beleg über das Geld, welches ich heute als Kredit ausgegeben habe, dem zuständigen Koordinator für Einkommen schaffende Maßnahmen. Schließlich tausche ich mich mit dem Koordinator über meine heutige Arbeit aus und wir besprechen einzelne Familien, in denen es Probleme gibt. Um viertel nach fünf verlasse ich das Büro und fahre nach Hause.

Ansarul

Ansarul Islam, Field-Worker im
Projektgebiet Tarash, Dipshikha

Spendenkonto:
Partnerschaft Shanti-Bangladesch e.V.
IBAN: DE40 6005 0101 0007 7286 84
BIC: SOLADEST600

Wir sind Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands:
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Partnerschaft Shanti-Bangladesch e.V.
Reichenfelser Str. 7
91086 Aurachtal
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